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Sammlung Jüssen

Seit den 1970er Jahren sammelte Margarete Jüssen zahlreiche Fotografien und Dokumente, die das Alltagsleben in Erftstadt-Erp in der Zülpicher Börde, widerspiegeln.

Zwei Arbeiter neben einem Lokomobil. Erp, um 1925
Foto: unbekannt/LVR

Die Samm­lung Jüs­sen be­steht aus über 2.000 Fo­to­gra­fi­en und Do­ku­men­ten wie Zei­tungs­ar­ti­kel, Hei­li­gen­bild­chen und pri­va­te Un­ter­la­gen – von Schul­zeug­nis­sen bis hin zu Ver­eins­hef­ten lo­ka­ler Brauch­trä­ger. Der Be­stand wur­de von der Samm­le­rin seit den 1970er Jah­ren in ih­rem ehe­ma­li­gen Wohn­ort Erp zu­sam­men­ge­tra­gen, deckt je­doch ei­nen zeit­li­chen Rah­men zwi­schen dem En­de des 19. Jahr­hun­derts und der Wen­de zum 21. Jahr­hun­dert hin ab.

Die Fo­tos der Samm­lung Jüs­sen rei­chen bis in die 1890er Jah­re zu­rück, do­ku­men­tie­ren mehr als ein gan­zes Jahr­hun­dert Dorf­ge­schich­te und stel­len da­mit ein ein­zig­ar­ti­ges Kon­vo­lut an Zeit­do­ku­men­ten zum All­tags­le­ben in Erp und des­sen Wan­del im 20. Jahr­hun­dert dar. Schwer­punk­te der Samm­lung bil­den An­sich­ten land­wirt­schaft­li­cher Hö­fe, Haus­an­sich­ten so-wie das Ver­eins­le­ben, prak­ti­zier­te Bräu­che und Fest­ta­ge. Zu se­hen sind so­mit das Dorf Erp im Wan­del der Zeit so­wie sei­ne Be­woh­ne­rin­nen und Be­woh­ner bei ver­schie­de­nen Tä­tig­kei­ten wie auch bei Fes­ten und Sta­tio­nen im Le­bens­lauf - Kom­mu­nio­nen, Hoch­zei­ten, Gold­hoch­zei­ten, Be­er­di­gun­gen. Zu­dem zei­gen die Fo­tos kirch­li­che und an­de­re Er­eig­nis­se im Jah­res­lauf wie et­wa Fron­leich­nams­zü­ge und Kar­ne­val.

Tei­le der Samm­lung ver­wen­de­te Mar­ga­re­te Jüs­sen für die Ver­öf­fent­li­chung in Pu­bli­ka­tio­nen oder zur Prä­sen­ta­ti­on bei lo­ka­len Ver­an­stal­tun­gen. Um die Samm­lung für die Nach­welt zu er­hal­ten, ent­schied sie 2014, die­se dem LVR-In­sti­tut für Lan­des­kun­de und Re­gio­nal­ge­schich­te in Bonn zu über­las­sen.

Die Samm­lung la­ger­te vor ih­rer Über­ga­be an das LVR-In­sti­tut für Lan­des­kun­de und Re­gio­nal­ge­schich­te in ei­nem ab­ge­schlos­se­nen Spind im Er­per Pfarr­haus in Kis­ten, Map­pen, Ord­nern und Kar­tons. Die Fo­to­gra­fi­en - teils Ori­gi­nal­auf­nah­men, teils Re­pro­duk­tio­nen - wa­ren im Rah­men ei­nes Pro­jek­tes der Volks­hoch­schu­le sorg­fäl­tig auf Kar­tei­kar­ten auf­ge­steckt wor­den. Auf die­sen wur­den ei­ne durch­gän­gi­ge Num­me­rie­rung so­wie nach in­halt­li­chen Kri­te­ri­en ge-wähl­te Ti­tel ver­merkt. Zu­dem wur­den die Fo­tos mit Ba­sis­in­for­ma­tio­nen zu Ort, Da­tum und Grö­ße der Auf­nah­me, so­wie teil­wei­se Bild­be­schrei­bun­gen wie Na­mens­nen­nun­gen oder auch wei­te­ren Kon­text­in­for­ma­tio­nen ver­se­hen. Die­se Vor­ar­bei­ten stell­ten ei­ne wert­vol­le Hil­fe bei der Er­schlie­ßung durch die Be­tei­lig­ten des DFG-Pro­jek­tes dar.

Die Fo­to­samm­lung wur­de kom­plett di­gi­ta­li­siert, für das DFG-Pro­jekt wer­den zu­künf­tig v. a. zum Kom­plex Land­wirt­schaft nach und nach Bil­der aus­ge­wählt und in das Por­tal ein­ge­stellt.

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