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ObjektWohnzimmerschrank

Beschreibung: Wohnzimmerschrank aus Walnussbaumholz mit einem querrechteckigen Korpus auf vier geschwungenen, sich zum Stand verjüngenden Füßen, auf der Front dazwischen eine geschweifte Sockelleiste mit stilisierten, floralen Motiven (Akanthusornamentik) in der Mitte und in der Nähe der Füße. Im unteren Bereich der Schrankfront drei Schubladen, jeweils mittig mit einem geschwungenen Griff und einem Schlüsselbeschlag, beides aus Messing, in einer querrechteckigen und profilierten Kartusche mit Akanthusblättern an den Schmalseiten. Im oberen Bereich der Front befinden sich links und rechts zwei Holztüren an Scharnierbändern, die jeweils mit einer profilierten Kartusche versehen sind, die mit einem kreisförmig verlaufendem Rattangeflecht samt einer geschnitzten, hochovalen Holzornamentik in der Mitte verblendet sind. Dazwischen eine weitere Tür mit einer Glasfront in einem profilierten und geschweiften Zierrahmen. Alle drei Türen haben Schlüsselbeschläge aus Messing. Hinter allen drei Türen jeweils drei Böden, die beiden oberen davon auf höhenverstellbaren Fachbodenträgen. An den Außenseiten der Schrankfront sind die Ecken abgerundet und mit hochovalen Kehlen versehen, nur unterbrochen an einer Leiste zwischen den Türen und den Schubladen. Die beiden Seitenwände des Wohnzimmerschranks sind glatt. Den oberen Abschluss markiert ein dreiseitig umlaufendes Kranzgesims.
Kontext: Der Schrank gehört zu einer Wohnzimmereinrichtung im "Neo-Chippendale-Stil", die Mitte der 1960er Jahren erworben wurde und als besonders stilvoll galt. Die Couchgarnitur, der Schrank und der Tisch waren ebenso wie die Lampen und das kleine Schränkchen sorgsam aufeinander abgestimmt. Als die Familie der Vorbesitzerin 1973 in einen neu errichteten Bungalow in Quadrath-Ichendorf umzog, wurde die komplette Wohnzimmereinrichtung mitgenommen. Als der ältere Bruder der Schenkerin auszog, wurde die Einrichtung im "Neo-Chippendale-Stil" in seinem Kinderzimmer aufgebaut und der Raum nur noch als "gute Stube" benutzt, wenn z. B. Besuch kam. Die "gute Stube" blieb bis 2010 im Bungalow bestehen, als der Vater der Vorbesitzerin in ein Altersheim umzog.
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