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ObjektSpekulatiusmodel

Beschreibung: Geschnitztes Spekulatiusmodel aus Holz, beidseitig mit jeweils zwei Motiven. Auf der einen Seite zwei Kölner Originale. Oben der Fleuten Arnöldche, unten der Tünnes. Auf der anderen Seite oben Jan von Werth und unten eine unbekannte Figur mit der Unterschrift "Kolpateut".
Kontext: Als Kölner bzw. Kölsche Originale bezeichnet man in Köln historische stadtbekannte Per-sonen, die durch ihre besonderen Fähigkeiten, Angewohnheiten, Fehler oder Schwächen in aller Munde waren. Tünnes ist, neben Schäl, eine der bekanntesten Figuren aus dem Kölner Hänneschen Puppentheater, die erstmals 1803 erwähnt wurde. Die Figur ist knollennasig, rustikal und friedlich und zeichnet sich durch ihre gewisse Bauernschläue aus. Im Gegensatz zu anderen Kölner Originalen sind die Figuren Tünnes und Schäl fiktiv. Als "Backmodel" werden Formen zum Ausformen von Kleingebäck bezeichnet. Diese können aus Metall, Holz, Keramik oder Stein hergestellt und reich verziert sein. Der Teig wird in die Form hinein gepresst und erhält auf diese Weise die gewünschte Ausformung. Seit dem 17. Jahrhundert wurden Holzmodel vor allem für Lebkuchen, Spekulatius, Anisgebäck (Springerle), Tragantmassen, Marzipan u. a. gebraucht. Spekulatius ist ein aus Belgien und den Niederlanden, aber auch dem Rheinland und Westfalen stammendes Gebäck aus Mürbeteig. Während der Spekulatius in Deutschland ein typisches Weihnachtsgebäck ist, wird er in den Niederlanden und in Belgien ganzjährig gegessen. Das Objekt wurde vom Vater des Vorbesitzers verwendet, der als Bäcker am alten Markt in Köln arbeitete.
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