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FotoSitzbank in einer Küche

Beschreibung: Eine Küchenbank aus Holz mit einer glatten Sitzfläche steht längs vor einem Fenster. Die sechs Füße der Bank sind schlicht, die Seitenlehnen jeweils leicht geschwungen und zusätzlich mit einem gedrechelten Holzstück mit der Rückenlehne verbunden. Diese besteht aus gedrechselten Stäben und hat eine geschwungene Oberseite. Vor der Bank ist das Bein eines Tisches zu sehen. Neben der Bank steht eine Umhängetasche aus Leder, daneben ein in dem Betonboden eingelassenes Abflussgitter aus Metall. Am Fenster hängen Gardinen mit einem großflächigen Blumenmuster. Im Hintergrund sieht man eine Holztür.
Kontext: Küchenbänke dieser Art waren beliebt, da sie auf wenig Raum Platz für viele Menschen boten. Das wurde wichtig, wenn sich in landwirtschaftlichen Haushalten die ganze Familie und das Personal zum Essen am Tisch einfand. Maße der Bank (genannt "Kannapee"): Länge 168 cm, Breite 40 cm, Höhe der Sitzfläche 48 cm, Höhe gesamt 85 cm. Vermutlich aus dem Haushalt einer Bewohnerin im Ortsteil Lich, die aus einer Moppenbäckerfamilie stammte. Der Doppelort Lich-Steinstraß war der erste von vier Orten, die im Zuge der Erweiterung des Rheinischen Braunkohlereviers von der vollständigen Umsiedlung (zwischen 1981 und 1990) betroffen waren. Im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes im September 1977 dokumentierte eine Studierendengruppe im Auftrag des damaligen Amts für rheinische Landeskunde die dörflichen Wohn-, Sozial- und Arbeitsstrukturen. Lich-Steinstraß, September 1977.
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