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ObjektSessel

Beschreibung: Sessel mit zwei geschweiften, zum Stand verjüngenden Füßen auf der Vorderseite und zwei konischen Vierkantklötzen auf der Rückseite. Hierauf ein Sitzrahmen, woran an innenseitig verschraubten Metallhaken und Spiralfedern Spanngurte befestigt sind, die das Sitzpolsterkissen tragen. Mittig auf der Vorderseite des kannelierten und geschweiften Sitzrahmens ein geschnitztes und stilisiertes Akanthus-Blatt. Die Sitzfläche des Polsterkissens ist z.T. so mit rotem Samt bezogen, dass es ein florales Muster auf dem beigen Stoff bildet. Aus den beiden hinteren Beinen hervorgehend die leicht geschwungenen Seiten der Rückenlehne, die in einen gebogenen Lehnholm übergehen. Innen ist der Rahmen der Rückenlehne mit einem Rattangeflecht bespannt, auf dem das Rückenpolster ruht. Das gleiche Rattangeflecht ist zwischen den Seiten der Rückenlehne und den Stützen der sich zur Vorderseite verbreitenden Armlehnen gezogen, die am Sitzrahmen befestigt sind.
Kontext: Der Sessel gehört zu einer Wohnzimmereinrichtung im "Neo-Chippendale-Stil", die Mitte der 1960er Jahren erworben wurde und als besonders stilvoll galt. Die Couchgarnitur, der Schrank und der Tisch waren ebenso wie die Lampen und das kleine Schränkchen sorgsam aufeinander abgestimmt. Als die Familie der Vorbesitzerin 1973 in einen neu errichteten Bungalow in Quadrath-Ichendorf umzog, wurde die komplette Wohnzimmereinrichtung mitgenommen. Als der ältere Bruder der Schenkerin auszog, wurde die Einrichtung im "Neo-Chippendale-Stil" in seinem Kinderzimmer aufgebaut und der Raum nur noch als "gute Stube" benutzt, wenn z. B. Besuch kam. Die "gute Stube" blieb bis 2010 im Bungalow bestehen, als der Vater der Vorbesitzerin in ein Altersheim umzog. Obwohl die Polstermöbel auch zuvor nur selten benutzt worden waren, wurden um 1975 alle Bezüge erneuert. Im Anschluss versuchte man, Sofa und Sessel möglichst selten zu besetzen, um die neuen Bezüge zu schonen.
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