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FotoEinschlagen des Dorns

Beschreibung: Auf einer Obstbaumwiese liegt ein Schwein auf einem Strohbett. Ein Mann hält ein Bolzengerät an die Stirn des Tieres, während ein zweiter Mann mit einer Axt zum Schlag ausholt. Am Gürtel trägt er einen Wetzstahl sowie Messer in einem Köcher.
Kontext: Seit Ende des ersten Weltkriegs war das Bestäuben der Tiere vor der Schlachtung Pflicht, was jedoch häufig erst ab 1930 eingehalten wurde, als man die Anwesenheit eines Fleischbeschauers rechtlich verbindlich vorschrieb. Der durch den Schlag mit der stumpfen Seite der Axt in den Kopf eindringende Bolzen betäubte das Tier. Seit 1935 musste ein Bolzenschussapparat verwendet werden. Für den Film wurde das Einschlagen des Dorns nur simuliert, betäubt wurde das Schwein mit einem Schlachtschussapparat. Die Aufnahme entstand bei den Dreharbeiten zum Dokumentarfilm "Die Hausschlachtung - Teil 1: Schweinebrennen und Aushauen" des LVR-Amts für rheinische Landeskunde (heute: Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte). Für den Film stellte ein 77-jähriger Hausschlachter seine als junger Mann erlernten Fähigkeiten zur filmischen Dokumentation nach, unterstützt von zwei Metzgern und der Besitzerin des Hofes. Selfkant-Millen, 10. Dezember 1975.
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