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ObjektBesatzbänder

Beschreibung: Mustertafel mit sechs Besatzbändern aus Kunstseide und Baumwolle in Ripsbindung mit eingewebtem Goldlahn. Die mehrfarbigen Besatzbänder zeigen geometrische Muster. Unten auf der Tafel der handschriftliche Eintrag "Besatzbänder". Auf der Rückseite der Tafel ist ein Stempel "Städt. Berufsschulen [Hakenkreuz + Stadtwappen] Wermelskirchen" angebracht.
Kontext: Mit Lahn bezeichnet man ein mit geglättetem Metalldraht oder schmalen Streifen hauchdünnen Bleches umwickeltes textiles Garn zur Herstellung prunkvoller Textilien mit metallisch glänzenden Oberflächen. Besatzbänder gehören zum großen Bereich der Posamente. Hierzu zählen neben Besatzbändern, Zierbändern, Kordeln, Quasten etc. alle Artikel, die als reine Schmuckelemente auf andere Textilprodukte angebracht werden, wie etwa auf der Kleidung, Polstern oder Vorhängen etc. Mit Rips wird die Bindung der Kett- und Schußfäden zueinander bezeichnet, bei der sich charakteristische Quer- oder Längsrippen im Gewebe bilden, die der Bindungsart ihren Namen gaben. Die Mustertafel war offensichtlich im Besitz der städtischen Berufsschule in Wermelskirchen und diente dort wahrscheinlich als Anschauungsmaterial.
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