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FotoZugpferde mit Landarbeitern

Beschreibung: Inhalt: Aufnahme von zwei Landarbeitern beim Anschirren von zwei Pferden an einen Mähbinder. Der Mann rechts im Bild trägt eine Lederhose und einen Hut, der Mann links im Bild ein kariertes Hemd und ebenfalls einen Hut. Kontext: Der Mähbinder war vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg bis Ende der 1960er Jahre in Deutschland verbreitet und wurde dann durch den Mähdrescher verdrängt. Der Mähbinder übernimmt – wie der Name sagt – das Mähen des Getreides sowie das Bündeln und Binden der Getreidehalme zu Garben. Die Haspel, das sich in Fahrtrichtung drehende Flügelrad, lässt sich je nach Wuchshöhe des Getreides verstellen. Drei Querstäbe der Haspel legen die Getreidehalme, die der mit einer Schnecke versehene Rotor in Streifen vom Feld abteilt, nach hinten um. Sie werden kurz über dem Boden von dem Messer des Mähbalkens abgeschnitten und von der folgenden Haspelstange auf das Transporttuch geworfen. Von hier aus werden die Getreidehalme über die Tuchbahnen zur Bindevorrichtung geführt. Die gebundenen Garben werden an der Seite des Mähbinders ausgeworfen. Während des Bindevorgangs verhindern Klappen, dass das Getreide zur Seite wegrutscht. Der Mähbinder wird von drei Zugpferden, Kaltblütern, gezogen. Durch das Anziehen der Pferde bewegen sich die Bodenräder, die dem Mähbinder seinen Antrieb verleihen: Von einem mit Greifern versehenen Hauptrad wird die Kraft über ein Zahnrad-Ketten-System auf die beweglichen Teile übertragen. Entwickelt wurde das Gerät 1872 durch den US-Amerikaner Charles Withington. Die Aufnahme entstand 1984 in Geilenkirchen anlässlich der Dreharbeiten zu dem Film "Die Roggenernte mit dem Mähbinder", Amt für Rheinische Landeskunde Bonn.
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