ObjektTotenzettel für einen Priester und Kaplan, 1842
Totenzettel für einen Priester und Kaplan, 1842
Lizenztyp Digitalisat:
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Beschreibung:
Totenzettel, Einblattdruck, der Zettel informiert über das Ableben des Priesters und Kaplans Wilhelm Alois Bergstein im Jahr 1842. Den biographischen Daten ist zu entnehmen, dass der als sehr gottesfürchtig beschriebene Verstorbene 11 Jahre lang Priester und Kaplan am heiligen Kreuz in Aachen war. Mit den Sterbesakramenten versehen, starb er "zu Neuwerk an einem Nervenschlage". Auffällig ist, dass das Geburtsdatum und der -ort noch nicht erwähnt werden. Unter der Anrufungszeile an die Hl. Familie steht ein Bibelzitat aus dem Matthäus-Evangelium.
Kontext:
Totenzettel waren ursprünglich nicht einfach nur Todesanzeigen, die über das Ableben einer Person informierten. Vielmehr sollten sie dazu dienen, zum Gebet für den Verstorbenen aufzurufen. Zum einen herrscht im Christentum die Vorstellung vor, mit Gebeten positiv auf das Seelenheil des Verstorbenen Einfluss zu nehmen. Zum anderen, dienen Gebete für die Hinterbliebenen dazu, ihre Trauer zu verarbeiten und zu kanalisieren. Totenzettel existieren zwar seit dem 17. Jh., liegen bei uns aber vor allem für das 19. und frühe 20. Jh. vor.
Permalink zum Objekt:
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