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ObjektTotenzettel für einen Priester, 1805

Lizenztyp Digitalisat: rights_reserved
Beschreibung: Totenzettel, Einblattdruck, der Zettel informiert über das Ableben und ruft explizit zum Gebet für den 1805 verstorbenen Geistlichen Joh. Antonius Kimmel auf ("Bethet für die Seele"). Die biographischen Daten erzählen, dass Kimmel 35 Jahre Priester und fünf Jahre Seelsorger in der Pfarrgemeinde der Hl. Helena in Viersen war. Mit den Sterbesakramenten versehen, starb er "an einer schmerzlosen Auszehrungskrankheit". Die Anrufungszeile nennt neben der Hl. Familie noch "Joh. Antonius".
Kontext: Totenzettel waren ursprünglich nicht einfach nur Todesanzeigen, die über das Ableben einer Person informierten. Vielmehr sollten sie dazu dienen, zum Gebet für den Verstorbenen aufzurufen. Zum einen herrscht im Christentum die Vorstellung vor, mit Gebeten positiv auf das Seelenheil des Verstorbenen Einfluss zu nehmen. Zum anderen, dienen Gebete für die Hinterbliebenen dazu, ihre Trauer zu verarbeiten und zu kanalisieren. Totenzettel existieren zwar seit dem 17. Jh., liegen bei uns aber vor allem für das 19. und frühe 20. Jh. vor. Der im Totenzettel verwendete Begriff der Auszehrungskrankheit ist ein historischer Terminus, der mit starkem Gewichtsverlust und körperlichem Verfall einherging. Dahinter verbargen sich meist Krankheiten wie Krebs oder Tbc. Der vierte Name neben Jesus, Maria und Josef verweist in der Regel auf den Patron oder die Patronin der Heimatgemeinde.
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