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ObjektTotenzettel für eine 'wohlachtbare Jungfer', 1803

Lizenztyp Digitalisat: rights_reserved
Beschreibung: Totenzettel, Einblattdruck, der Zettel informiert über das Ableben der "wohlachtbaren Jungfer" M. Agnes Bolz und ruft explizit zum Gebet für die 1803 verstorbene Frau auf (Sterbeort wird nicht genannt). Der Totenzettel nennt keine weiteren biographischen Daten. Auffällig ist, dass das Geburtsdatum und der -ort noch nicht erwähnt werden. Auch eine Erteilung der Sterbesakramente wird nicht erwähnt. Die Anrufungszeile nennt neben der Hl. Familie noch "Brigida". Auf der Rückseite sieht man einen weltlichen Kupferstich. Links sieht man einen Schäfer, der seine Herde vor einem Wolf beschützt. Rechts fliehen zwei Menschen und zwei Schafe vor zwei Wölfen. Unten sieht man eine Art Schäfer-Zunftwappen mit einem Schafskopf.
Kontext: Totenzettel waren ursprünglich nicht einfach nur Todesanzeigen, die über das Ableben einer Person informierten. Vielmehr sollten sie dazu dienen, zum Gebet für den Verstorbenen aufzurufen. Zum einen herrscht im Christentum die Vorstellung vor, mit Gebeten positiv auf das Seelenheil des Verstorbenen Einfluss zu nehmen. Zum anderen, dienen Gebete für die Hinterbliebenen dazu, ihre Trauer zu verarbeiten und zu kanalisieren. Totenzettel existieren zwar seit dem 17. Jh., liegen bei uns aber vor allem für das 19. und frühe 20. Jh. vor. Der vierte Name neben Jesus, Maria und Josef verweist in der Regel auf den Patron oder die Patronin vor Ort. Eventuell verweist die Darstellung auf der Rückseite auf die Tätigkeit der Verstorbenen (Schäferin).
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