ObjektTotenzettel für die Witwe Anton Mackes, 1912
Totenzettel für die Witwe Anton Mackes, 1912
Lizenztyp Digitalisat:
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Beschreibung:
Totenzettel, Faltblatt für die Witwe Anton Mackes, verstorben in Donk-Neuwerk (gehört heute zu Mönchengladbach). Auf dem Deckblatt der SW-Druck einer "Mater Dolorosa" (Schmerzensmutter), im Inneren einleitend ein Bibelvers (1. Petrus 1. 3-4) biographische Daten zu der Verstorbenen und auf der Rückseite ein Gebet. Fettgedruckt und mit größerer Schriftgröße wird die Verstorbene "Frau Ww. Ant. Mackes" genannt. Erst darunter steht kleiner und nicht fett gedruckt der Name "Johanna geb. Lenzen". Neben ihrer Verehelichung und der Geburt ihrer acht Kinder wird vor allem ihr gottgefälliges Leben hervorgehoben. Die Anrufungszeile nennt neben der Hl. Familie noch "Barbara".
Kontext:
Totenzettel waren ursprünglich nicht einfach nur Todesanzeigen, die über das Ableben einer Person informierten. Vielmehr sollten sie dazu dienen, zum Gebet für den Verstorbenen aufzurufen. Zum einen herrscht im Christentum die Vorstellung vor, mit Gebeten positiv auf das Seelenheil des Verstorbenen Einfluss zu nehmen. Zum anderen, dienen Gebete für die Hinterbliebenen dazu, ihre Trauer zu verarbeiten und zu kanalisieren. Totenzettel existieren zwar seit dem 17. Jh., liegen bei uns aber vor allem für das 19. und frühe 20. Jh. vor.
Der vierte Name neben Jesus, Maria und Josef verweist in der Regel auf den Patron oder die Patronin der Heimatgemeinde.
Permalink zum Objekt:
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