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FotoStandkreuz

Beschreibung: Standkreuz, vermutlich aus Metall gegossen, auf einer runden Platte aus Holz. Das Kreuz steht auf einem wuchtigen Fuß, darauf erhaben der Kelch für das Blut Jesu. Der Körper und die INRI-Tafel sind angenagelt. Das Kreuz umgibt eine aufwendige Verzierung aus Metall, im unteren Bereich teilweise abgebrochen. Die schützende Glashaube fehlt. Das Standkreuz steht auf einem Teppichboden, im Hintergrund sind ein Schrank und eine Kommode zu erkennen.
Kontext: Höhe des Kreuzes mit Sockel: 30 cm. Das Kreuz stammt aus der Zeit um 1892 und war ein Hochzeitsgeschenk für die Großeltern der Berichterstatterin. Es wurde wahrscheinlich für die Fotografie auf den Boden gestellt. Das Anwesen im Ortsteil Lich bestand aus einer Schmiede, Ställen und einem Schuppen aus dem 19. Jahrhundert sowie einem Wohnhaus im Hof, das um 1900 gebaut wurde. Die Schmiede wurde 1960 abgerissen und an der Stelle ein Wohnhaus errichtet. Dort wohnte die Berichterstatterin mit ihren beiden Söhnen und der Schwester ihrer Mutter. Das hintere, ältere Wohnhaus war vermietet. Der Doppelort Lich-Steinstraß war der erste von vier Orten, die im Zuge der Erweiterung des Rheinischen Braunkohlereviers von der vollständigen Umsiedlung (zwischen 1981 und 1990) betroffen waren. Im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes im September 1977 dokumentierte eine Studierendengruppe im Auftrag des damaligen Amts für rheinische Landeskunde die dörflichen Wohn-, Sozial- und Arbeitsstrukturen. Lich-Steinstraß, 13. September 1977.
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