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FotoSchrank auf einem Dachboden

Beschreibung: Ein zweitüriger Schrank aus dunklem Holz auf dem Dachboden eines Hauses. Vorne rechts ist die Umrandung eines Treppenaufgangs zu sehen. Die Dachbalken und die daraufliegenden Dachpfannen sind unverkleidet.
Kontext: Der Schrank aus Fichtenholz stammte aus der Zeit zwischen 1920 und 1925 und stand früher in der Küche, wo er als Milchschrank genutzt wurde. In Milchschränken standen die mit Milch gefüllten Milchsetten bis sich der Quark von der Magermilch getrennt hatte, was in der Regel zwei bis fünf Tage dauerte. Die geschlossenen Schränke, deren Türen nicht immer massiv waren, sondern auch mit Fliegendraht oder Stoff bespannt sein konnten, hielten Fliegen und andere Tiere von der Milch fern. Wichtig für den Prozess der Rahmgewinnung war jedoch, dass die Türen Luft durchließen. Das Anwesen im Ortsteil Lich bestand aus einer Schmiede, Ställen und einem Schuppen aus dem 19. Jahrhundert sowie einem Wohnhaus im Hof, das um 1900 gebaut wurde. Die Schmiede wurde 1960 abgerissen und an der Stelle ein Wohnhaus errichtet. Dort wohnte die Berichterstatterin mit ihren beiden Söhnen und der Schwester ihrer Mutter. Das hintere, ältere Wohnhaus war vermietet. Der Doppelort Lich-Steinstraß war der erste von vier Orten, die im Zuge der Erweiterung des Rheinischen Braunkohlereviers von der vollständigen Umsiedlung (zwischen 1981 und 1990) betroffen waren. Im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes im September 1977 dokumentierte eine Studierendengruppe im Auftrag des damaligen Amts für rheinische Landeskunde die dörflichen Wohn-, Sozial- und Arbeitsstrukturen. Lich-Steinstraß, September 1977.
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