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ObjektSchrank (Möbel)

Beschreibung: Schrank in Brettbauweise, in der oberen Hälfte ein großes Fach mit zwei quer davor verlaufenden Leisten. Auf einer Leiste befindet sich eine halbseitige Schiebetür aus Holz mit einem mittig montierten, konischen Knauf aus Messing und Kunststoff. Um den Knauf ist ein Beschlag in Form einer durchbrochenen Messingrosette angebracht. Auf der zweiten Leiste sitzt eine halbseitige Glasscheibe mit einer Mulde als Handhabe zum Verschieben. Umlaufend ist die Glasscheibe horizontal und vertikal mit goldfarben ausgemalten Schliffverzierungen und in den Ecken mit stilisierten Blättern dekoriert. Sowohl die hölzerne Schiebetür als auch die Glasfront können über die gesamte Breite des Schranks verschoben werden. Im Fach dahinter finden sich an den Seitenwänden Halterungen für Fachböden, die allerdings fehlen. Den oberen Abschluss bildet eine leicht vorkragende Abdeckplatte. Unterhalb des oberen Faches zwei Schubladen mit jeweils einem angenieteten, dreieckigen Griff aus Messing. In der unteren Hälfte befindet sich eine Doppeltür mit einem Schlüsselschild samt Schlüssel mittig neben der Schlagleiste der rechten Tür. Hinter der Doppeltür ist ein Fach mit zwei Böden. Der Schrank steht auf der Vorderseite auf zwei breiten Füßen, die aus der Sockelleiste hervorgehen, hinten auf zwei schlichten Vierkantfüßen.
Kontext: Der Schrank gehörte zum Jugendzimmer der Stifterin, das sie sich komplett selbst einrichtete, als sie um 1960 mit etwa 19 Jahren von ihren Eltern in Lütjenburg bei Kiel nach Hamburg zog. Zum ursprünglichen Interieur gehörten zwei Sessel, eine Liege und ein dreieckiger Tisch. Das Jugendzimmer wurde über die Jahre erst ergänzt, dann erhalten und immer wieder ähnlich in neuen Wohnungen aufgebaut. Erst mit dem letzten Umzug 2015 schenkte die Stifterin es dem LVR-Freilichtmuseum Kommern.
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