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ObjektRandschaufel

Beschreibung: Randschaufel mit einem zylindrisch gedrechseltem Holzstiel. Das leicht trapezförmige Schaufelblatt aus Eisen ist mit einem Nagel, einer Niete sowie Metalldraht am Stiel fixiert. Drei Kanten des Schaufelblattes sind an den Rändern nach oben gebogen.
Kontext: Die Formenvielfalt der Schaufeln ist nahezu grenzenlos und in den meisten Fällen handelt es sich um polyfunktionale Geräte, die bei allen möglichen Arbeiten eingesetzt werden können. Die Randschaufel ersetzte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts häufig die hölzerne Kornschaufel, die zum Umschaufeln des zu lagernden Getreides diente, sie kann aber auch im Gartenbau verwendet werden. Die Randschaufel stammt vom Löhrerhof in Hürth. Der Hof wurde in Fachwerkbauweise in den Jahren 1839/40 errichtet und im ausgehenden 19. Jahrhundert um Scheune, Stallungen und diverse Wirtschaftsgebäude erweitert. Die Nachkommen der Familie Löhrer betrieben bis in die 1970er Jahre Landwirtschaft, Gartenbau und Kleintierhaltung, verkleinerten den Betrieb aber gezwungenermaßen stetig. Nach dem Tod des letzten Besitzers kaufte 1986 die Stadt Hürth den Hof und restaurierte ihn zur Nutzung als Kulturzentrum. Einige der in den Räumlichkeiten verbliebenen landwirtschaftlichen Geräte wurden dem Freichlichtmuseum Kommern geschenkt.
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