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ObjektMilchzentrifuge

Beschreibung: Milchzentrifuge "Mielena" der Mielewerke AG. Die Zentrifuge steht auf einem schwarzen Fuß, der über Löcher zur Fixierung auf einer Tischplatte o. Ä. verfügt. Die Zentrifuge besteht aus einem gusseisernen Kurbelgehäuse mit Kurbel und Zahradübersetzung. Darüber befindet sich ein großer Kessel mit mittigem Loch, durch die die Milch in das Gehäuse geleitet wird. An das Kurbelgehäuse sind zwei metallene, leicht trichterförmige Auslässe aufgesteckt.
Kontext: Erfolgte bei der Butterherstellung in der vorindustriellen Milchverarbeitung die im Vorfeld notwendige Entrahmung der Rohmilch noch doch sog. Rahmschüsseln, wurde dieser Arbeitsschritt gegen Ende des 19. Jahrhunderts mit der Einführung der Zentrifuge revolutioniert. Während bei den Schüsseln sich der Rahm von allein absetzte, dafür aber verhältnismäßig viel Zeit benötigte, kann die Rohmilch mit Hilfe der Zentrifuge nicht nur um ein Vielfaches schneller, sondern auch besser entrahmt werden. Hierfür nutzt man das Prinzip der Massenträgheit, indem man mit einer Kurbel ein rundes Gefäß mit unentrahmter Rohmilch in eine gleichförmig schnelle Rotation versetzt. Dank der Zentrifugalkraft kommt es zu einer Stofftrennung zwischen dem fetthaltigen Rahm und der fettärmeren Milchflüssigkeit aufgrund der jeweils unterschiedlichen Dichten. Der abgesetzte Rahm kann nach dem Zentrifugieren einfach von der Milchflüssigkeit abgenommen werden.
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