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ObjektKonfirmationsurkunde

Beschreibung: Konfirmationsurkunde in einem schwarzen, profilierten Rahmen, der am inneren Rand golden gefasst ist. Ein aus gotischen Zierelementen zusammengestellter Aufbau rahmt ein großes Bildfeld, in dem der Name des Konfirmanden und ein persönlicher Denkspruch handschriftlich eingetragen sind. Seitlich des Rahmens sind zwei Bibelsprüche gedruckt. Unten sind eucharistische Symbole und typologische Motive angeordnet: Ein Weinstock und Getreide, das Kreuz mit einer Schlange (die eherne Schlange), ein Kelch, eine aufgeschlagene Bibel, die Gesetzestafeln, ein Anker. Oben die Heilig-Geist-Taube.
Kontext: Hier liegt eine Konfirmationsurkunde aus dem Hause B. Kühlen vor, von dem wir vorwiegend Drucke katholischer Provenienz kennen. Obgleich hier in evangelischer Manier auf die Vielfarbigkeit verzichtet wurde, bewirkt man mit Goldeffekten eine dekorative Aufwertung. Diese Goldeffekte sind das Markenzeichen von B. Kühlen. Auch die verschiedenen Grau-/Beigeschattierungen weisen das Blatt als qualitativ hochwertig aus. "Zum Besten der Anstalt Hephata zu M. Gladbach" (evangelische Stiftung Hephata, wurde 1859 im Möchengladbach gegründet. Damalige Zielsetzung: Einrichtung für Erziehung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung). Konfirmationsurkunden mit einem persönlichen Konfirmationsspruch sollten die Gläubigen auch Jahre später an das bedeutende Fest der Konfirmation erinnern. Denn die Konfirmation hatte nicht nur eine religiöse Funktion, sondern markierte auch einen sozialen Umbruch: Sie fiel zusammen mit dem Schulabschluss und dem Beginn der Lehre oder eines Dienstes. Konfirmationsurkunden dienten als Wandschmuck in Wohn- und Schlafzimmern. Trotz des standardisierten Angebots fertiger Druckvorlagen, ließ die Auswahl des Bibelspruchs und das Arrangement der Schmuckmotive eine individuelle Ausgestaltung zu.
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