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ObjektKonfirmationsurkunde

Beschreibung: Einfarbige Konfirmationsurkunde in einem schwarzen, profilierten Rahmen, der am inneren Rand golden gefasst ist. Drei Bildfelder, die mit einer dekorativen Rahmung mit neogotischen und manieristischen Stilelementen ausgestaltet sind, zeigen biblisch begründete Bildmotive: Im linken Sechspass sehen wir vier Evangelisten um einen Weinstock (Joh. XV, 5; Ich bin der Weinstock…), das große Mittelfeld zeigt den anklopfenden Jesus (Offb. III, 20, Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an…), der Sechspass rechts greift mit Moses und der ehernen Schlange auf einen alttestamentarischen Antitypus zurück, (hier im Kommentar Joh. III, 14-15 Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöht hat…). Zwei Engel halten ein Spruchband mit der Aufforderung: Israel vergiss meiner nicht. Der Bildaufbau ähnelt einem dreiteiligen Altarretabel. Er wird oben von sieben Leuchtern abgeschlossen.
Kontext: Kombination aus Neuem und Altem Testament. Ein evangelisches Andachtsbild im Zentrum, das auf Jesus Christus und den Gläubigen konzentriert ist. Sehr charakteristisch für eine Konfirmationsurkunde: nur einfarbig, Christus in der Mitte, zwei biblische Motive aus dem Alten und Neuen Testament seitlich, durch Bibelzitate belegt, in historistischer Manier dekorativ gerahmt. Konfirmationsurkunden mit diesem Druck sind bereits seit den 1870er Jahren in Elberfeld vertrieben worden. Hier war die ausstellende Gemeinde evangelisch-reformiert. Konfirmationsurkunden mit einem persönlichen Konfirmationsspruch sollten die Gläubigen auch Jahre später an das bedeutende Fest der Konfirmation erinnern. Denn die Konfirmation hatte nicht nur eine religiöse Funktion, sondern markierte auch einen sozialen Umbruch: Sie fiel zusammen mit dem Schulabschluss und dem Beginn der Lehre oder eines Dienstes. Konfirmationsurkunden dienten als Wandschmuck in Wohn- und Schlafzimmern. Trotz des standardisierten Angebots fertiger Druckvorlagen, ließ die Auswahl des Bibelspruchs und das Arrangement der Schmuckmotive eine individuelle Ausgestaltung zu.
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