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ObjektKonfirmationsurkunde

Beschreibung: Konfirmationsurkunde in einem profilierten Rahmen. Neben und unter Textfeld: Kelch und Buch, Gesetzestafeln mit Pflanze (?), Anker und Palmwedel, aufgerichtete Schlange, Weinrebe. Textfeld von figürlichen Motiven in einer gotisierenden Rahmung aus Baldachinen umgeben: Taufe, drei Engel, Lasset die Kindlein zu mir kommen (oben), Jesus predigt, Jesus setzt das Abendmahl ein (hier ohne Jünger), das Abendmahl (komplett) (unten), in Figurennischen links und rechts: Moses, Die geistliche Waffenrüstung (?) (Ephes 6,17), Der geduldige Ackermann (?) (Jacobi 5,10), Petrus, außerdem zwei Sinnsprüche.
Kontext: Konfirmationsurkunden mit einem persönlichen Konfirmationsspruch sollten die Gläubigen auch Jahre später an das bedeutende Fest der Konfirmation erinnern. Denn die Konfirmation hatte nicht nur eine religiöse Funktion, sondern markierte auch einen sozialen Umbruch: Sie fiel zusammen mit dem Schulabschluss und dem Beginn der Lehre oder eines Dienstes. Konfirmationsurkunden dienten als Wandschmuck in Wohn- und Schlafzimmern. Trotz des standardisierten Angebots fertiger Druckvorlagen, ließ die Auswahl des Bibelspruchs und das Arrangement der Schmuckmotive eine individuelle Ausgestaltung zu. Erna Kiel heiratete später Hugo Clever, beide waren in Wermelskirchen im Abstand von acht Jahren konfirmiert worden und erhielten (nahezu) identische Konfirmationsurkunden.
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