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ObjektKombinationsherd

Beschreibung: Kombinierter Kohle- und Gasherd mit vier gasbetriebenen Herdplatten, zwei Herdplatten, die mit Kohle oder Holz beheizt werden, zwei Gasbacköfen, einem Kohlebackofen und einem Warmhaltefach. In der Mitte befinden sich das Befeuerungsfach, eine Lüftungsklappe und ein Kohlewagen auf Rollen. Auf der linken Seite sind fünf Gasanschlüsse mit jeweils eigenem Regler angebracht. Der Herd besitzt eine drei Seiten umlaufende Stange ("Reling").
Kontext: Kombiherde mit einer Befeuerung für Holz und Kohle sowie mit einem Gas- oder Stromanschluss waren von den 1930er bis in die 1950er Jahre verbreitet. Sie sind ein gutes Beispiel dafür, dass bei der technischen Entwicklung neue Innovationen die alten Küchenpraktiken nicht sofort ablösten. Vielmehr wurden moderne und alte Küchengeräte parallel genutzt. So wurde auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg in vielen Haushalten weiterhin häufig der traditionelle Kohleherd bevorzugt. Im Rheinland haben vor allem Bergmannsfamilien für die Nahrungszubereitung oftmals dem Sparherd den Vorzug gegeben, da die Männer neben ihrem Gehalt auch Kohle als Naturalleistung erhielten. Zudem verwendeten sie zum Anfeuern des Kohleherdes Holzreste von Stützelementen aus den Stollen, die sie zusammen mit Zeitungspapier anfachten.
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