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ObjektKettbaumscheibe

Beschreibung: Hölzerne Kettscheibe aus einem Bandwebstuhl der Bandweberei Büsgen in Wuppertal. Sie besteht aus zwei Holzscheiben, die durch ein hölzernes Mittelstück miteinander verschraubt sind. Auf jeder der hölzernen Scheiben befindet sich ein Papieretikett mit der gedruckten Beschriftung "Stuhl; Fad.; Farbe; Scherer", auf der linken Seite hat jemand handschriftlich "16" hinter "Fad." geschrieben und "850 ~" hinter das Wort "Scherer"; auf der rechten Seite steht hinter dem Wort "Fad." handschriftlich "28" und hinter dem Wort "Scherer" handschriftlich "1200 ~".
Kontext: Die Kettscheibe stammt vermutlich von einem ca. 120 Jahre alten Bandwebstuhl der Firma Büsgen. Auf Kettscheiben werden die Kettfäden aufgewickelt, die zu einem zu fertigenden Band gehören. Die Kettscheiben befinden sich auf Garnrahmen (Hinterdeckel) auf der Rückseite des Bandwebstuhls. Für das Herstellen mehrerer Bänder in einem Bandwebstuhl müssen die Kettscheiben nebeneinander gehängt werden. Es gibt eine Bremsvorrichtung mit Gewichten, die auf die Spulen wirkt, um die Kettfäden beim selbsttätigen Abrollen unter Spannung zu halten. Die Bandweberei Büsgen stellt seit mehr als 100 Jahren sowohl gewebte als auch geflochtene Bänder in Wuppertal her. Seit Mitte der 1990er Jahre stehen die bis zu 150 Jahre alten Bandwebstühle in den historischen Fabrikgebäuden jedoch still. Moderne Nadelautomaten produzieren für das Tochter-Unternehmen Shape 3 GmbH heute vor allem technische Bänder und elastische Artikel. Der Betrieb ist ein in vierter Generation geführter Familienbetrieb und beschäftigt darüber hinaus noch einige örtliche Hausbandweber mit Auftragsarbeiten. Der Verkauf der Bänder erfolgt über Textilmessen, das Internet und über einen kleinen Fabrikverkauf.
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