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ObjektJoch (Zuggeschirr)

Beschreibung: Genickdoppeljoch aus Buchenholz, ursprünglich dunkel geölt, später xylamonisiert (gegen Holzwurmbefall behandelt). Mittelstück als Handhabe ausgebildet, auf der Vorderseite oben zwei Herzen ausgeschnitzt. Durchbohrungen für die Stirnriemen. Höckerartige Ausarbeitung für die Deichseljochriemen unter der Handhabe. Auf der Rückseite auf den Wangen der Handhabe ist je ein schrägstehendes Kreuz eingeschnitten. Im unteren Teil des Mittelstücks befinden sich an den äußeren Begrenzungen drei waagerechte Durchbohrungen, je eine weitere, schlitzförmige Durchbohrung ist in den beiden knaufartig abgesetzten Enden der Jochbogen. Durch diese Öffnungen wurden Riemen gezogen, mit denen das Joch an der gepolsterten Stirn oder an der Hörnerbasis der Zugtiere befestigt wurde. Die Oberseiten der beiden Jochbögen sind mit drei, die Oberseite der Handhabe mit zwei längslaufenden Riefen verziert.
Kontext: Ein Joch ist Teil eines Zugggeschirrs für Tiere, vor allem für Rinder oder Kälber. Es gibt verschiedene Varianten, so zum Beispiel Stirnjoche, Widerristjoche oder Nackenjoche aus Holz oder Metall, die - meist mit einer gepolsterten Innenseite - am entsprechenden Körperteil des Tieres befestigt werden. Auch muss zwischen Einzeljochen und Doppeljochen unterschieden werden. Letztere dienen dazu, zwei Zugtiere nebeneinander einzuspannen und sie durch das starre Joch zum synchronen Gang zu zwingen, was wiederum eine einheitliche Zugwirkung ermöglicht. Am Joch selbst werden in der Regel Ketten befestigt, über die die Tiere vor landwirtschaftliche Arbeitsgeräte, z. B. Pflüge oder auch Kutschen und Wagen gespannt werden können.
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