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ObjektHerrenhutband

Beschreibung: Mustertafel mit drei Herrenhutbändern aus Kunstseide und Baumwollzwirn. Die Bänder sind in Ripsbindung hergestellt. Oben auf dem Klebestreifen steht der Vermerk "Herrenhutband", unten "Kette: Kunstseide Schuß: Baumwollzwirn 34''' 3 1/4 : 4 mit 48 Schuß".
Kontext: Herrenhutbänder waren ein klassisches Produkt der Bandweberei, bis gegen Ende der 1950er Jahre die Hutmode ein jähes Ende fand. Viele Hausbandweber und Bandfabriken, die sich auf die Produktion von Herrenhutbändern spezialisiert hatten, mussten sich auf andere Artikel verlegen und neue Absatzmärkte erschließen, um einer drohenden Arbeitslosigkeit entgehen zu können. Mit Rips wird die Bindung der Kett- und Schussfäden zueinander bezeichnet, bei der sich charakteristische Quer- oder Längsstreifen im Gewebe bilden, die als Rippen bezeichnet werden. Die Angabe 34''' gibt die Bandbreite in der damals üblichen Maßeinheit "französischen Linien" an (1 französische Linie entspricht 2,25 mm). Die nachfolgende Notiz gibt Auskunft über die Rietberechnung.
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