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ObjektHerrenhutbänder

Beschreibung: Mustertafel mit vier weißen Herrenhutbändern aus Rohseide. Die Bänder sind in Ripsbindung hergestellt. Unten auf der Mustertafel ist ein Etikett mit dem handschriftlichen Vermerk "Rohseidene Herrenhutbänder" aufgeklebt.
Kontext: Herrenhutbänder waren ein klassisches Produkt der Bandweberei, bis gegen Ende der 1950er Jahre die Hutmode ein jähes Ende fand. Viele Hausbandweber und Bandfabriken, die sich auf die Produktion von Herrenhutbändern spezialisiert hatten, mussten sich auf andere Artikel verlegen und neue Absatzmärkte erschließen, um einer drohenden Arbeitslosigkeit entgehen zu können. Mit Rips wird die Bindung der Kett- und Schußfäden zueinander bezeichnet, bei der sich charakteristische Quer- oder Längsstreifen im Gewebe bilden, die als Rippen bezeichnet werden. Bei Rohseide handelt es sich um die vom Kokon der Seidenspinnerraupe abgewickelten Fäden, die noch nicht vom so genannten Seidenleim gereinigt worden sind, weshalb die Rohseide sich noch rauh anfühlt und keine glänzende Optik aufweist.
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