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ObjektHaarbild, um 1880

Lizenztyp Digitalisat: Rechte vorbehalten - freier Zugang
Beschreibung: Haarbild in Form einer Trauerweide, darunter ein halbrunder Blumenkranz aus Haaren. Gerahmt in einem eckigen, dunkel lackierten Holzrahmen mit Goldrand. Rückseitig beschriftet " Gefertigt von Julius Ziegler, Friseur in Wangen"
Kontext: Erinnerungsstücke aus Haaren wurden im Trauerfall, aber auch zu Hochzeiten angefertigt. Man wollte einen Teil des geliebten Menschen bei sich tragen oder täglich sehen. Ihre Blütezeit hatten die Haarbilder zwischen 1840 und 1900 und gerieten dann zunehmend aus der Mode. Grundlegend lassen sich zwei Herstellungstechniken unterscheiden: Die Schlingen- und Schlaufentechnik und die Klebetechnik. Florale Bildelemente sind in fast allen Bildern enthalten. In Schlingen- und Schlaufentechnik wurden besonders Blumensträuße und Blütenkränze wozu das Haar geflochten, gewoben oder geklöppelt wurde und teils mit kleinen Perlen oder dünnen Silber- oder Golddrähten verziert wurde. Bei der Klebetechnik werden Bilder aus kleingeschnittenen, parallel gelegten und zu Formen geklebten Haaren gefertigt. Die Haarbilder sind hinter Glas gerahmt. Diese Handarbeiten wurden von Perückenmachern oder auch von Nonnen hergestellt. Außerdem war die Anfertigung auch ein Zeitvertreib großbürgerlicher und adeliger Frauen.
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