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FotoGarn- und Tuchbleiche

Beschreibung: Ein Mann trägt zwei Wassereimer mit dem Tragejoch zum hölzernen Kübel, neben dem Tuchballen liegen. Auf einer Bank im Hof sitzen Frauen und nähen Garnschlaufen an die Stoffe.
Kontext: Aus dem nahegelegenen Brunnen schöpfen die Männer Wasser, mit dem der hölzerne Kübel ("Bauchbütte") gefüllt wird. Mit einem in der Mitte abgerundeten Holzbalken, an dem zwei Metallketten mit Haken hängen ("Tragejoch") wird das Wasser in Eimern zur Bütte gebracht. Die Häuser verfügten über nur einen Wasseranschluss in der Küche, so dass für Tätigkeiten außerhalb des Hauses weiterhin das Wasser aus dem Brunnen geschöpft wurde. Zum Bleichen werden Garn und Tuch zunächst in einer Lauge aus Holzasche eingeweicht ("Bauchen") und dann auf einer Wiese ausgebreitet, so dass Sonne, Wasser und Luft sie bleichen. Für die Filmarbeiten helfen die Männer beim Bleichen, normalerweise war dies reine Frauenarbeit. Die Aufnahme entstand während der Dreharbeiten für den Film "Bäuerliche Leinenweberei", Amt für Rheinische Landeskunde, Bonn 1978/79. Dickenschied 1979.
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