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FotoFlachsschwingen

Beschreibung: Blick auf die Arbeit des Flachsschwingens in der Tenne. Drei Frauen sitzen auf Stühlen im Kreis und schwingen den Flachs auf ihren Schwingstöcken, in ihrer Mitte liegt der Schwingabfall. Ein Mann steht in der Bildmitte im Hintergrund und dreht den von den Frauen bearbeiteten Schwingflachs wieder zu Zöpfen zusammen. Zum Schutz vor der Kälte sind Strohballen vor das Tennentor gestapelt.
Kontext: Um aus den Flachsfasern das spinnfähige Material zur Herstellung von Leinengarn zu gewinnen, muss der Flachs nach dem Riffeln ("Streffen"), Dreschen, Rösten ("Rezen") und Brechen noch geschwungen werden. Der gebrochene ("gebrechte") und in Zöpfe gedrehte Schleißflachs wird von den Männern wieder gelöst, auseinandergezupft, ausgeschüttelt und von den Frauen im Sitzen weiter bearbeitet. Dazu wird der Flachs über eine brettartige Vorrichtung mit Fuß, Schwingstock genannt, gehängt und der ganzen Länge nach mit einem dünnen scharfkantigen Brett („Schwingmesser“) geschlagen, um die vom Brechen noch verbliebenen holzigen Teile, „Grannen“ genannt, zu entfernen. Die Aufnahme entstand während der Dreharbeiten für den Film "Bäuerliche Flachskultur", Amt für Rheinische Landeskunde. Hasselbach 1977.
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