Direkt zum Inhalt

ObjektFeuerlöscher

Beschreibung: Der Feuerlöscher verwendet 9l Wasser, die in einem zylindrischen Metallgefäß unter Druck gespeichert sind. Mit Hilfe eines Hebelgriffs an der Oberseite des Zylinders kann das Wasser durch einen Schlauch geleitet werden. Der Metallzylinder läuft unten in einem Fuß aus Kunststoff mit gleichem Durchmesser aus.
Kontext: Der Feuerlöscher stammt aus einer Flüchtlingsunterkunft, die sich von 1991 bis 2012 in der Gemeinde Titz-Opherten befand. Ein Jahr später erfolgte die Translozierung in das LVR-Freilichtmuseum Kommern, zusammen mit der Einrichtung des letzten Bewohners. Die Brandanschläge von Mölln sind bis heute im kollektiven Gedächtnis der Republik verankert. Nachdem Rechtsradikale in den Monaten zuvor bereits in Hoyerswerda und Rostock Ausländer terrorisiert hatten, eskalierte am 23. November 1992 in Mölln der Fremdenhass. Der Brandanschlag forderte drei Tote und neun Verletzte. Nach den Ereignissen in Mölln setzte ein Umdenken ein: Erstmals zog ein Generalbundesanwalt die Ermittlungen an sich. Die rechtsradikale Tat galt nun offiziell als „Anschlag auf die innere Sicherheit“. Auch in vielen Städten und Gemeinden folgten Konsequenzen. In Titz gab es am 30. November 1992 eine Brandschau. Alle elf Flüchtlingsunterkünfte wurden begutachtet. In der Containeranlage in Opherten wurden zur Sicherheit der Asylbewerber ein Feuerlöscher aufgehängt und ein Notruftelefon am Eingang eingerichtet.
Zurück nach oben