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ObjektErnte gut - alles gut? Eine Illustrierte auf Vorrat - Zum Aufheben als Anregung und Anleitung

Beschreibung: Ratgeber-Zeitschrift mit dem Titel "Ernte gut - alles gut? Eine Illustrierte auf Vorrat - Zum Aufheben als Anregung und Anleitung". Im Inhaltsverzeichnis finden sich folgende Kapitel: Ahnungslos wie ein Kind?; Zehn Zentimeter im Quadrat - mehr Platz braucht eine Kilodose gar nicht; Grundvorrat 1-7 (Fleisch, Fisch, Speisefett, Dosenmilch, Zucker, Teigwaren, Reis); Test im Dunkeln (Werkzeug und Hilfsmittel für einen Stromausfall); Morgen geht's los; Drum denke dran, schaff´ Vorrat an. Die Illustrierte appelliert auf 24 Seiten an die Bevölkerung, sich einen Notfallvorrat an Lebensmitteln und bestimmten Werkzeugen und Hilfsmitteln anzulegen. Auf der letzten Deckseite ist auf einem Foto eine Frau beim Kauf der empfohlenen Vorratsmenge zu sehen. Die Deckseiten sind farbig, während die Innenseiten in schwarz/weiß gehalten sind. Auch der Titel ist farbig mit einer Fotographie von verschiedenen Gemüsesorten bedruckt. Die Zeitschrift stammt aus dem Jahr 1964 und wurde vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMELF) veröffentlicht.
Kontext: Das Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und und Forsten (BMELF) hatte bereits 1961 eine Initiative "Aktion Eichhörnchen" mit dem Slogan "Denke dran schaff Vorrat an" begründet. Jeder Privathaushalt wurde dazu aufgerufen, einen Notfallvorrat an Lebensmitteln, Rohstoffen und einigen Werkzeugen für nationale Krisen anzulegen. Mit diesem Vorrat sollte der Haushalt in der Lage sein, mindestens 14 Tage autark zu überleben. Bis 1964 verfügten allerdings lediglich zwei bis drei Prozent aller Haushalte über einen Vorrat, der den Vorgaben des Ministeriums vollständig entsprach. Die staatliche Werbung für die Einrichtung häuslicher Notfallvorräte gibt Hinweise auf die angespannte weltpolitische Atmosphäre während der 1960er Jahre.
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