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FotoEiersammeln beim Karklappern

Beschreibung: Ein Mann legt Eier in den Weidenkorb von Jungen, die an einer Haustür stehen. Die beiden Jungen tragen ihre Karklappern an einem Tragegurt über der Schulter. Der Mann trägt einen Hut aus grünem Loden mit Gamsbart. Nach dem gemeinsamen Klapperzug durchs Dorf teilen sich die Kinder in Gruppen auf und sammeln Eier bei den Bewohnern des Ortes. Sie klingeln an den Türen und bitten mit einem Spruch um eine Gabe. Morshausen 1986.
Kontext: Das Karklappern ist ein Heischebrauch, der in katholischen Regionen von Gründonnerstag bis Karsamstag von den Kindern des Ortes praktiziert wird. Die "Klapperkinder" sagen mit ihren Klapperinstrumenten, mit überlieferten Versen, Sprüchen und Liedern anstelle der in dieser Zeit schweigenden Kirchturmglocken die Uhrzeit an und rufen zum Gottesdienst. Sie ziehen dazu durch die Straßen und erheischen "Klappereier", die oft gemeinsam gegessen werden. Ursprünglich war das Klappern den Jungen des Ortes vorbehalten. Die Klappern werden meist als Einzelstücke durch örtliche Handwerker hergestellt. Das Foto entstand anlässlich der Dreharbeiten zur Filmdokumentation "Karklappern" 1986.
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