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ObjektDreschmaschine

Beschreibung: Fahrbare Dreschmaschine vom Hüttenwerk Michelstadt mit vier kleinen Eisenrädern. Die Dreschmaschine verfügt über eine dreistufige Schüttlerwelle, von der jeder Schüttler einzelnen auf und ab schwingt, was den Strohfluss gleichmäßiger macht. Zudem gibt es ein Körner- und Spreugebläse. Die Trommel ist mit Stiften versehen. An den Längsseiten sind mehrere Riemenscheiben für einen Transmissionsantrieb angebracht.
Kontext: Das Dreschen mit der Dreschmaschine, die mit einer Lokomobilie betrieben wurde, ersetzte die kräftezehrende Arbeit mit den Dreschflegeln. Das Herauslösen der Körner aus den Ähren erfolgte je nach Bauart durch Schlagen oder Reiben der Körner mit Hilfe einer Trommel, anschließend wurden die Körner noch durch Gebläse, Siebe oder Schüttler von Stroh und anderem Unrat getrennt. Aufgrund der hohen Kosten konnte sich kaum ein Landwirt die Anschaffung einer Dreschmaschine leisten. Viel häufiger erwarben sog. Lohndrescher diese kostspieligen Arbeitsgeräte, fuhren damit zu den einzelnen Bauernhöfen und vermieteten die Arbeitsleistung ihrer Dreschmaschine. Teilweise wurde auch für ein ganzes Dorf eine Dreschmaschine angeschafft und dann an die jeweiligen Bauer vermietet.
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