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FotoButterschüssel

Beschreibung: Butterschüssel ("Boterkrump"), Buttermolle oder Milchsette aus Holz (Nahaufnahme) mit einer abgeflachten Unterseite. Die Schüssel hat einen Riss und steht auf einem Hof mit Steinfliesen.
Kontext: Solche Schüsseln aus Holz benutzte man bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts bei der Herstellung von Butter. Die frische Milch wurde hier gelagert, damit sich der Rahm (Schmand) absetzen konnte (innerhalb von zwei bis fünf Tagen). Mit der Einführung der Milchzentrifugen nach 1899 wurden diese Schüsseln überflüssig oder man nutzte sie für andere Dinge. Nach dem Buttern dienten Holzschüsseln als Gefäß zum Kneten der Butter mit Löffeln oder Brettchen. Das Anwesen im Ortsteil Lich bestand aus einer Schmiede, Ställen und einem Schuppen aus dem 19. Jahrhundert sowie einem Wohnhaus im Hof, das um 1900 gebaut wurde. Die Schmiede wurde 1960 abgerissen und an der Stelle ein Wohnhaus errichtet. Dort wohnte die Berichterstatterin mit ihren beiden Söhnen und der Schwester ihrer Mutter. Das hintere, ältere Wohnhaus war vermietet. Der Doppelort Lich-Steinstraß war der erste von vier Orten, die im Zuge der Erweiterung des Rheinischen Braunkohlereviers von der vollständigen Umsiedlung (zwischen 1981 und 1990) betroffen waren. Im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes im September 1977 dokumentierte eine Studierendengruppe im Auftrag des damaligen Amts für rheinische Landeskunde die dörflichen Wohn-, Sozial- und Arbeitsstrukturen. Lich-Steinstraß, 13. September 1977.
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