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ObjektBand mit Wuppertaler Schwebebahn

Beschreibung: Mustertafel mit einem Seidenband auf dem in der oberen Hälfte eine Wuppertaler Schwebebahn vor einem Fabrikgebäude mit rauchendem Schornsteinschlot eingewebt ist. Darunter der Spruch "Bänder Kordeln / Litzen / Posamenten / und Spitzen / Soll die deutsche / Frau benützen". Unten auf dem Band befindet sich das Wuppertaler Stadtwappen.
Kontext: Nachdem 1929 die Stadtgemeinden Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel sowie der Stadtteil Beyenburg zur Stadt Wuppertal zusammengelegt worden waren, schuf der Kunstmaler und Heraldiker Wolfgang Pagenstecher einen neuen Entwurf für das Stadtwappen: Einen Bergischen Löwen auf zwei Garnsträngen sowie mit einem Rost in der Hand. Sein 1934 vom preußischen Staatsministerium genehmigtes Wappen vereinigt die Siegel bzw. Wappen der beiden ältesten Gemeinden Barmen und Elberfeld. In Barmen stand der Bergische Löwe auf einem Garnbündel und im Wappen von Ronsdorf trug der Löwe einen Rost, das Symbol des Hl. Laurentius. Die uns heute befremdlich erscheinende Darstellung eines rauchenden Schornsteinschlots als Zeichen für Umweltverschmutzung war in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts - ebenso wie die Schwebebahn - noch ein positiv besetztes Symbol für technischen Fortschritt und Entwicklung. Das Band wurde eventuell als Lesezeichen verwendet.
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