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ObjektAnsichtskarte

Beschreibung: Historische Ansichtskarte mit einer farbigen Lithographie des "Hotel auf dem Drachenfels" und seiner Umgebung. Drachenfels und Drachenburg sind im Hintergrund sowie auf einer Detailabbildung auf der rechten Kartenseite zu sehen. Auf einer dritten Abbildung sieht man eine kleine Bahn, die gerade aus einem Tunnel hinausfährt, im Hintergrund wieder Drachenfels und Drachenburg. Auf einem mittig abgedruckten Spruchbanner steht "Gruss vom Drachenfels". Das Hotelgebäude selber scheint aus mehreren einzelnen Gebäudeteilen zu bestehen. Zum Eingang führt eine breite Treppe hinauf. Es liegt am Fuß des eigentlichen Drachenfelsen, an dessen Plateau-Umzäunung zwei Flaggen des Deutschen Kaiserreichs angebracht sind. Im linken Bildteil ist der Rhein mit einem Schiff darauf zu erkennen. Die Abbildungen auf der Karte werden von Reben und Weinblättern eingerahmt. In der unteren, rechten Ecke ist ein Wappenschild mit einem Weinpokal abgebildet. Die Karte wurde auf der Rückseite beschrieben und am 23.08.1898 vom Drachenfels nach Braunschweig verschickt. Dort kam sie am 27.08.1898 an, worauf die beiden Poststempel verweisen. Darüber hinaus findet sich auf der Adresseite eine grüne 5-Pfennig-Briefmarke der Reichspost. Ein Aufdruck auf der Adressseite weist die Witwe von Carl Harmeling ("Carl Harmeling Ww.") als Inhaberin des Hotels mit angeschlossener Weinhandlung aus.
Kontext: Die Reben und Weinranken auf der Rückseite der Karte verweisen nicht nur auf die Weinhandlung des "Hotels auf dem Drachenfels", sondern auch auf Weinbau an den Hängen des Drachenfels´. Die dargestellte Zahnradbahn, die den Berg hinauf fährt, ist die älteste ihrer Art in Deutschland. Der Drachenfels und seine Umgebung wurden schon früh touristisch erschlossen, somit war die Existenz eines Hotels an dieser Stelle durchaus gerechtfertigt. In den 1930er Jahren wurde eine neue Anlage eingeweiht. Das Restaurant wurde 1976 vollkommen neu gestaltet. In den 1990er Jahren gingen die Besucherzahlen jedoch stark zurück. Seit einigen Jahren wird daran gearbeitet, diesen Missstand wieder aufzuholen. So wurde z.B. 2007 das Restaurant vollkommen renoviert und modernisiert, vier Jahre später entschloss man sich dann aber doch zum völligen Abriss und Neubau. Seit 2012 kann nun in einem Glaskubus auf dem Plateau gespeist werden. Das "Hotel auf dem Drachenfels" existiert heute nicht mehr.
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