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ObjektAnsichtskarte

Beschreibung: Historische Ansichtskarte "Gruss aus Lohmar" mit verschiedenen gezeichneten Ansichten des Ortes in schwarz-weiß: Oben rechts die "Kirche mit Pastorat", oben links Darstellungen von "Villa Esser" und "Villa Therese". Unten findet sich eine Darstellung desHotel-Restaurants "Zum Aggerthal" von Johann Hermanns, mittig eine Ortsansicht. Die Karte wurde auf der Rückseite in der unteren rechten Ecke beschrieben, offensichtlich schrieb ein Vater an seine Tochter, und trägt das Datum 03.07.1898. Die Rückseite trägt einen Stempel der Bahnpost, als Orte sind "Cöln (Rhein)" und "Bergneustadt" angegeben. Die Karte wurde nach Hennef (Sieg) verschickt.
Kontext: Die "Villa Esser", heute "Villa Friedlinde", wurde um 1890 vom Kölner Johann Josef Niessen erbaut, der bereits zwei Jahre darauf starb. In einem Nachruf wurde er als großer Wohltäter der Stadt bezeichnet. Der zur Villa dazugehörige Park umfasste u.a. einen alten Lindenbaum, der in der Lohmarer Geschichte eine besondere Bedeutung einzunehmen scheint, denn beim Kauf der Parzelle durch Niessen wurde festgelegt, dass der neue Besitzer die Linde auf ewig zu pflegen habe. Nach Niessens Tod erwarb eine Familie Esser die Villa, daher die Bezeichnung auf der vorliegenden Ansichtskarte. Im Laufe des 20. Jahrhunderts wechselte das Anwesen noch einige Male den Besitzer, in den 1940er Jahren wurde es z.B. von einer Kölner Kaufmannsfamilie Baumann erworben, die einen Lebensmittelgroßhandel und die Kaffeerösterei "Rheinstolz" betrieb und die Villa mit ihren Nebengebäuden als Zwischenlager benutzte. Seit den 1980er Jahren befindet sich in der ehemaligen Villa Esser ein Bürgerzentrum der Gemeinde. Die danebenstehende "Villa Therese" wurde 1896 vom Kölner Gabriel Erven als Sommerhaus erbaut. Zehn Jahre später, 1906, entstand hier eine Gastwirtschaft mit Hotelbetrieb, die bis in den 1920er Jahre betrieben wurde. Danach diente das Gebäude zu unterschiedlichen Zwecken. Seit Mitte der 1980er Jahre befindet sich hier die Stadtbibliothek von Lohmar.
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